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Eduard Bernstein in Archiven

International Institute of Social History, Amsterdam

Eine ausführliche Sammlung von Manuskripten, Briefen, Dokumenten etc. von Bernstein findet sich im International Institute of Social History (IISH). Der Fundus ist auch deshalb bedeutsam, weil viele der Quellen inzwischen digitalisiert sind. Die Papiere seien »ursprünglich Teil des historischen Parteiarchivs der SPD« gewesen, so das IISH, das die Sammlung im Jahr 1938 von der damals ins Exil getriebenen Sozialdemokratie »mit finanzieller Unterstützung der Centrale Arbeiders-Verzekeringsen Deposito-Bank (Centrale)« erworben hat. In der Sammlung fanden sich damals auch Dokumente von Karl Marx, Friedrich Engels, August Bebel und Wilhelm Liebknecht. In der Bernstein-Sammlung finden sich unter anderem Manuskripte, Korrespondenzen unter anderem mit mit Simon Alapin, Lujo Brentano, Friedrich Otto Hertz, Karl Höchberg, Franz Mehring sowie der Redaktion des »Vorwärts«, Notizen und Entwürfe zu Vorträgen, Artikeln usw., Exzerpte, Drucksachen (Artikel, Flugblätter, Korrekturfahnen) und Urkunden.

Archiv der Sozialen Demokratie, Bonn

Im Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Eberst-Stiftung finden sich im Bestand auf Mikrofilm Archivmaterialien aus dem IISH in Amsterdam aus den Jahren von etwa 1877 bis 1931. Darunter sind Artikel, Notizen, Entwürfe, Presseausschnitte und Korrespondenzen sowie persönliche Unterlagen. Ebenfalls im Mikrofilmbestand finden sich in Bonn Dokumente aus Moskauer Archiven aus den Jahren 1877 bis 1929, darunter ebenfalls Artikel, Vorträge und Entwürfe zu politischen und historischen Themen sowie Korrespondenz unter anderem mit August Bebel, KarlHöchberg und Karl Kautsky. Darüber hinaus weist die Suche im Katalog der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung über 1.000 Treffer zu Eduard Bernstein aus.

Bundesarchiv, Berlin

Im Bundesarchiv finden sich Dokumente und Materialien in einer Sammlung, »die ihren Anfang in den 1960er Jahren hat« und im Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED entstand. Anlass waren vorderhand die »Erforschung und Darstellung der Geschichte der Arbeiterbewegung und der Marx-Engels-Forschung und -Edition«. Auch wenn diese Sammlung unter »Nachlass« geführt wird, so ist es doch kein Nachlass im eigentlichen Sinne. Das Bundesarchiv teilt zu der Sammlung mit, dass hier bis Januar 1990 »aus zahlreichen Archiven, darunter das Zentrale Parteiarchiv der KPdSU in Moskau und das ZPA der PVAP in Warschau sowie das Internationale Institut für Sozialgeschichte (IISH) in Amsterdam, aus Bibliotheken, Museen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie von Privatpersonen Dokumente übernommen« worden sind. Viele Dokumente liegen nur als Kopie vor. Der Umfang wird mit »21 Akteneinheiten mit Dokumenten aus der Zeit von 1870 bis 1930« angegeben. Eine Übersicht mit näheren Angaben zum Inhalt findet sich hier. Zu erwähnen ist auch, dass sich Bundesarchiv weitere Dokumente von und über Eduard Bernstein in anderen Nachlässen existieren, etwa in denen von August Bebel, Kurt Eisner, Ferdinand Lassalle, Wilhelm Liebknecht und Julius Motteler sowie in der Sammlung Marx-Engels-Archiv, nicht zu vergessen die Bestände zur II. Internationale und zur  Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

… wird laufend ergänzt

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